ALEXANDER HUEMER

Wenn es Hunde und Katzen regnet...

 

... dann handelt es sich wahrscheinlich um Malereien von Alexander Huemer. Einem Eggelsberger Künstler der die Ernsthaftigkeit der zeitgenössischen Kunst hinter sich lässt und die „Positiv-Art“ zu seinem künstlerischen Leitbild erhoben hat.

 

“Die effektvollen Farben sind ein Verweis auf den Mikrokosmos der Natur“, erklärt mir Alexander Huemer zu einer seiner großformatigen Malereien und gibt damit einen ersten Hinweis auf das breite Interpretationsspektrum seiner Bilder. Die Liebe zur Natur ist für den Künstler eine wesentliche Quelle der Inspiration. Schon bei meiner ersten Begegnung vor knapp 20 Jahren erzählte er mir von der Faszination, die natürliche Formen und Farbkompositionen bei ihm auslösen. Dahingehend hat sich bis heute nichts geändert, nur der Blick wurde geschärft, für natürliche Texturen, die in Extravaganz und Wagemut ihresgleichen suchen. In einem unermüdlichen Schaffensdrang werden diese natürlichen Welten in gestalterischer Präzision festgehalten und unwirkliche Situationen erfunden. Als Ausgangslage dienen hierfür Momentaufnahmen innerer Gefühlslandschaften. Titel wie „Jour Fix“ oder „Herr Franz und seine Liebschaften“ geben Hinweis darauf, dass es sich immer um Aktionen handelt. Die Dynamik der Handlung wird durch extreme Farbkontraste erzeugt und durch unzählige Details verstärkt. Manchmal hat man das Gefühl, die sonderbaren Wesen würden jeden Moment den Bildern entspringen, bzw. man würde regelrecht in die imaginäre Bildwelt hineingezogen.

 

Da der Künstler nicht nur als Maler sondern auch als Bildhauer, Fotograf, Florist und Konzeptkünstler tätig ist, liegt eine Überschneidung der Disziplinen nahe. Jedes seiner gemalten Geschöpfe könnte auch als Skulptur verwirklicht sein, jede Stimmung seiner Welten ist auch in den Fotoarbeiten zu finden, und die Aussage der Bilder wird nicht selten in Aktionen umgesetzt.

 

„Die Malerei ist die Essenz.“ Immer wieder höre ich diesen Satz von Alexander Huemer. Es scheint als würde all sein kreatives Tun in der Malerei zu einem fulminanten Höhepunkt kommen. Ein Höhepunkt der sich vor allem in der Arbeitsweise ausdrückt. Die weiße Leinwand zu bewältigen ist ein Kraftakt, ein Gespritze und Gestöhne, bis das Grundlegende malerisch gesagt ist. Danach geht es um die Erschaffung der Wesen aus diesem Gefühlsausbruch heraus, um die Akzentuierung und Perspektivierung des Raumes. Die Farben und Formen wachsen wie Organismen aus diesem Unterbau heraus, verselbständigen sich und werden schließlich konkretisiert. Nicht selten ergeben sich dreidimensionale Effekte durch die Exaktheit der Linienführung und die feingeästelte Strukturierung der Objektoberflächen. Manche Gestalten verschwinden im Eifer des Gefechtes und andere gesellen sich ins Bild hinein, oft sind es alte Bekannte aus anderen Arbeiten, die jetzt irgendwo aus dem Flimmern und Flirren der Farben auftauchen und so tun als wären sie schon immer da  gewesen. Stets gut gelaunt tollen sie durch die Bilder, meistens sehr viele, meistens ist richtig was los, meistens geht es ziemlich rund. Man sieht, dass sie richtig viel Spaß haben, so wie der Künstler beim Malen und der Betrachter beim Ansehen der Bilder. Fasziniert sieht man ihnen zu, bei ihrem bunten Treiben, doch sie sind viel zu beschäftigt um zurückzuschauen. Oft ist man sich gar nicht so sicher, was sie eigentlich tun, die Komplexität der Situation lässt sich kaum in Worte fassen: Darum ist sie auch gemalt. Es sind die Gefühle des Künstlers, die die Striche führen, die die Farbfelder hervorheben und in den Hintergrund treten lassen. Der Künstler entwickelt so aus der oft grafischen Herangehensweise eine unverwechselbare Formensprache seiner Malerei. Eine Formensprache die auch in den anderen Disziplinen als diese Eine zu erkennen ist. Eine die uns durch Expressivität und positiver Anregung, spontane Worte der Begeisterung entlockt, uns dann wieder ins Bild fallen lässt, bis man sich löst, mit einem faszinierten Lächeln der Begeisterung.

1988 Beginn intensiver Malerei - erste Ausstellungen

1994 Schüler von Sepp Rems

2003 Studium an der Kunstuniversität Linz

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